Sicherheitshinweis: Warnung vor Betrugsversuchen im Namen der MEAG

Wir haben Hinweise zu Fällen erhalten, in denen die MEAG oder ihre Mitarbeiter in sozialen Medien für Betrugsversuche missbraucht worden sind bzw. werden. Dies kann über gefälschte Webseiten, Facebook-Seiten, WhatsApp-Gruppen sowie Apps geschehen. Bitte beachten Sie, dass die MEAG keine WhatsApp-Chats betreibt und auch sonst keine sozialen Medien nutzt, in denen Anlagetipps o.ä. angeboten werden.

Sollten Sie Anrufe, Nachrichten oder E-Mails erhalten, in denen Sie im Namen der MEAG aufgefordert werden, persönliche Daten preiszugeben, Anlagetipps zu befolgen oder Zahlungen zu leisten, gehen Sie bitte nicht darauf ein. Melden Sie bitte zweifelhafte Aktivitäten an info@meag.com.

Gegenwind in Europa, Rückenwind in den USA?

Die US-Aktienmärkte glänzen mit hervorragenden Quartalsergebnissen, doch in Europa bleibt die Dynamik trotz günstiger Bewertungen gedämpft. Gleichzeitig rücken durch Veränderungen des Zinsumfelds ausgewogene Multi-Asset-Strategien wieder in den Fokus. Wo in diesem Umfeld attraktive Renditechancen bestehen und wie diese genutzt werden können, dazu gibt Stefan Amenda, Leiter Aktien und Multi Asset MEAG, Antworten.

Die US-Aktienmärkte haben zuletzt ordentliche Kursgewinne erzielt. Womit können wir für Europa rechnen?

Für die US-Aktienmärkte endete das zweite Quartal mit einem hervorragenden Ergebnis. Der technologielastige Nasdaq erzielte mit 21,4% den höchsten Quartalsgewinn seit 2020 – maßgeblich angetrieben durch das anhaltende Trendthema Künstliche Intelligenz. In Europa dagegen bleibt die Euphorie gedämpfter. Anhaltende Inflationsrisiken, strukturelle Herausforderungen und eher zurückhaltende Wachstumsprognosen bremsen vor allem in Deutschland die Dynamik. Auch das viel diskutierte Sondervermögen in Höhe von 500 Milliarden Euro hat bislang noch keine nennenswerten neuen Impulse gesetzt, da die Umsetzung nur schleppend vorangeht. Auf der anderen Seite sind die Bewertungen an den europäischen Aktienmärkten deutlich günstiger und bieten somit spürbares Potenzial nach oben.

Mit welcher Entwicklung rechnen Sie auf den Anleihemärkten?

Unser Basisszenario bleibt eine Stabilisierung. Für die Eurozone erwarten wir im Jahr 2026 ein verhaltenes Wachstum von 0,4% und eine Inflation von rund 3,0%. Vor diesem Hintergrund ist nach dem vergangenen Zinsanhebungsschritt der Europäischen Zentralbank im Juni bis zum Jahresende ein weiterer Schritt durchaus möglich. Bei langen Laufzeiten rechnen wir mit erhöhten Renditen, unsere Jahresendprognose für die zehnjährige deutsche Bundesanleihe liegt bei 3,3%. Höhere Staatsausgaben dürften die Renditen insgesamt über den Niveaus der vergangenen Jahre halten. Anleihen sind damit auch unter Rendite-Gesichtspunkten wieder attraktiver, als sie es lange Zeit waren.

Welche Empfehlungen ergeben sich daraus für unsere Anleger?

In diesem differenzierten Marktumfeld wird eines immer deutlicher: Der breite Markt bewegt sich nicht mehr im Gleichschritt. Während einige US-Tech-Giganten und Profiteure des KI-Booms von Rekord zu Rekord eilen, stagnieren andere Segmente und Regionen. Gleichzeitig ergeben sich durch das veränderte Zinsumfeld zusätzliche Renditechancen bei Anleihen. Genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Die richtige Auswahl und Gewichtung von Einzeltiteln über Anlageklassen hinweg wird in den kommenden Monaten der entscheidende Hebel für den Anlageerfolg sein. 

Wie erfolgreich solch ein selektiver Ansatz sein kann, lässt sich sehr schön anhand der Halbjahresbilanz unseres Mischfonds MEAG EuroBalance ablesen: Die positive Performance geht dabei mit niedrigen Schwankungen einher als bei klassischen Aktienfonds – für viele Anleger ein starkes Argument für diese Fondskategorie. Auch unsere Aktienfonds, beispielsweise der MEAG GlobalAktien mit einer Performance von 20,6% im ersten Halbjahr, zeigen den Mehrwert des aktiven Fondsmanagements der MEAG für unsere Kunden. An diese Erfolge wollen wir im zweiten Halbjahr anknüpfen.